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Rad des Schicksals

Rad des Schicksals
Das Rad des Schicksals wird auf ganz individuelle Weise erlebt. Es hängt davon ab, wie wir mit unserem Schicksal grundsätzlich umgehen. So kann es als eine Form von Macht- oder Hilflosigkeit erfahren werden, aber auch als Anzeichen auf ein Erleben der folgende Lebensphase, an dem wir wachsen, uns weiter entwickeln sollen. Tatsächlich finden wir auf der Erlebnisebene, die vom Rad geprägt sind, viele Ereignisse, auf die wir keinen Einfluss haben. Wollen unsere Vorhaben einfach nicht gelingen, scheint nichts zu klappen, dann befindet sich das Rad des Schicksals im Abschwung. Vieles steht uns im Wege. Alle Stolpersteine scheinen sich auf uns zu konzentrieren. Und doch ist man gewillt, vieles mit „Höherer Gewalt“ zu erklären. Hierzu gehören Dinge wie das Wetter, Straßenverkehr, Streiks aller Art und ähnliche Vorkommnisse dieser Art. In den meisten Fällen möchte uns das Rad klarmachen, dass es einfach (noch) nicht an der Zeit ist, diese Pläne durchzuführen. In Kombination mit den anderen Karten der Legung finden wir auch die entsprechenden Hinweise, wie wir den Aufschwung des Rades wieder erlangen können. Denn dieser steht für die positive Wende der betreffenden Angelegenheit.

Im Berufsleben weist uns die Karte oft auf die Eintönigkeit oder auch die Machtlosigkeit der ausgeführten Tätigkeit hin. Es ist in diesen Fällen wichtig, ein tiefes Verstehen der Karte zu entwickeln, um die gesamte Bedeutung des Rad des Schicksales greifen zu können. So ist es auch wichtig, die Folgen der momentanen Situation zu verstehen. So macht uns eintönige Routine mürbe und schafft dennoch gleichzeitig die Bereitschaft, das Schicksal selber in die Hand zu nehmen. Das bedeutet, dass eine Veränderung der Situation bevorsteht, wir jedoch in gewissem Sinne dazu gezwungen werden, uns der Situation zu stellen. Sind wir in der Lage, das Schicksal bereitwillig anzunehmen, haben wir die Option zur Gestaltung der neuerlichen beruflichen Ausrichtung selber zu gestalten oder zumindest mit zu gestalten. Zeigen die anderen Karten der Legung auf, dass wir die aufsteigende Seite des Schicksalsrades bereits erreicht haben, ist es an uns, die Gunst der Stunde zu ergreifen und die notwendigen Änderungen herbeizuführen. Befinden wir uns noch auf der absteigenden Seite, so ist es wieder an uns. Diesmal ist es notwendig, tiefgründiges Verstehen für die entstandene Situation zu entwickeln. Auch dürfen wir uns nicht in Ungeduld oder hektischem Aktivismus stürzen. Geduld und ruhiges Akzeptieren sowie Planen des weiteren Weges sind nun gefragt.

Das Rad des Schicksals zwingt uns immer wieder, uns weiter zu entwickeln, an den Erfahrungen des Lebens zu wachsen. Dies ist die Botschaft auf der Bewusstseinsebene, die uns das Schicksalsrad mit auf den Weg gibt. Da diese Gesetzmäßigkeit nicht in uns zu finden ist, erscheint sie uns oft als Stolperstein,. Boch ist es notwendig sie außerhalb von uns zu finden, da wir sonst in einer Art Bequemlichkeitsstarre verfallen. In dieser ist eine Reifung, ein Erfahren nicht möglich.

Auch auf der Ebene der persönlichen Beziehungen geht es bei der Legung der Karte Das Schicksalsrad um den Lerneffekt. Oft wird sie für Menschen gelegt, die seit langem alleine leben oder solche, die in einer problematischen, aber unbefriedigten Beziehung befinden. Ohne das Ziel, die Lektion gelernt zu haben, werden wir dem Rad des Schicksals nicht entrinnen können.

Die Entsprechung im I-Ging ist das Hexagramm 50 – Ding – Der Tiegel. Der Tiegel sammelt die einzelnen Zutaten, die es bedarf, um einen Menschen optimal zu ernähren. Oft bedarf es besonderer Erkenntnisse oder Erfahrungen, um an bestimmte Zutaten zu gelangen. Es ist also Geduld gefragt, um den Tiegel zu füllen. Hat man es jedoch auf sich genommen, mit Geduld und Lernfreudigkeit die notwendigen Lektionen zu lernen, so wird man sich über den letztlich gefüllten Tiegel umso mehr freuen können.