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Mäßigkeit

Mäßigkeit
Den Begriff Mäßigkeit sollte mit „das rechte Maß“ gleich gesetzt werden. Sie ist der perfekte Gegensatz zu der Unmäßigkeit, die mit der Karte Der Teufel im Tarot erscheinen kann. Das heißt, Mäßigkeit steht für Harmonie, Ausgeglichenheit, Seelenfriede und Gelassen. Mit diesen Charakterzügen zeigt diese Tarotkarte ein Freude und Glück bringendes Erleben auf. Ebenso sind Gesundheit und inneres Gleichgewicht möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass wir uns selbst gut behandeln, uns leiden mögen und diese innere Haltung für einen harmonischen Umgang mit unserem Umfeld nutzen. Daher steht diese Karte auch für Heilung und Genesung. Dies bezieht sich auf alle Lebensbereiche.

Der berufliche Alltag gestaltet sich mit dieser Karte im Hintergrund sehr ausgeglichen und gelassen. Wir fühlen uns in die Lage versetzt, die uns gestellten Aufgaben mit souverän zu bewältigen. Durch unsere innere Einstellung entsteht eine freundliche, harmonische Arbeitsatmosphäre. Auch entstehen weder Über- noch Unterforderungen, denn ein rhythmischer Arbeitsablauf kann sich auf dieser Grundlage etablieren. Selbst Aufgaben, die innerhalb kurzer Zeit verrichtet werden müssen, können entspannt und ruhig erledigt werden. Weder Interesselosigkeit, Faulheit, Schwäche oder Nachlässigkeit sind für eine derartige Arbeitsweise verantwortlich. Im Gegenteil zeichnet sich dieser Rhythmus aus den sicheren, zielgerichteten und wirkungsvollen Handlungen des Betreffenden aus.

Die Mäßigkeit zeigt sich durch den Einklang von Körper , Geist und Seele auf der Ebene des Bewusstseins. Sind wir mit uns selbst, aber auch mit dem großen Ganzen im Reinen, sind wir in der Lage in uns zu ruhen, können wir uns selbst lieben, dann sind wir fähig, Selbstzweifel, Übereifer und Selbstanklage hinter uns zu lassen. Ebenso sind wir in der Lage, diese jederzeit wieder zu erkennen und zu umgehen. Ist es uns gelungen, diesen Zustand zu erreichen, so können wir Frieden schaffen und andere zu ihrem Glück führen. Als gutes Beispiel können wir vorweg gehen und zeigen, wie es sich ohne Ambitionen oder Selbstgefälligkeiten gut leben lässt – als jemand, der sein Leben gemeistert hat.

Auf der Ebene der persönlichen Beziehungen steht die Mäßigkeit für Phasen des glücklichen Einklanges, der freundlichen, offenen Begegnungen sowie der liebevollen Zuneigung. Ohne Stille sind diese Erfahrungen nicht zu machen. Denn hierbei geht es um innige Intimität, natürliche Bescheidenheit. Sie sin die wahren Qualitäten des Erlebens auf dieser Ebene. Des weiteren kündigt die Mäßigkeit neue, positive Verbindungen an, die von langer Dauer sein können. Dies ist in der energetischen Qualität begründet, die durch die Karte der Mäßigkeit entsteht.

Das I-Ging beschreibt die Entsprechung zur Mäßigkeit, das Hexagramm 15 Kien – Die Bescheidenheit, als „Bescheidenheit, die Gelingen schafft“. In unseren Sprachgebrauch übertragen, will Kien damit ausdrücken, dass der bescheidene Weg zur mehr Erfolg führen kann als der Weg der Exzesse. Ebenso zeigt es, dass bescheidene Menschen aus der Sicht des Schöpfers höher stehen als weniger bescheidene. Der Bescheidene ist willens und in der Lage zu Empfangen, egal was ihm gegeben wird. Denn er ist dankbar für jede Gabe. Aus diesem Grunde kann er sie, ohne darüber zu urteilen, annehmen. Unter den Begriff „Gabe“ fallen in diesem Moment alle Dinge, Emotionen, Werte, Überlieferungen – einfach alles, was ein Mensch empfangen kann, im spirituellen wie im materiellen Sinne.