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Die Herrscherin

Die Herrscherin

Betrachten wir als erstes ausschließlich das Bild dieser Tarotkarte, so fällt uns als erstes die große Muttergöttin ein. Sie trägt viele Namen: Demeter, Aphrodite, Astarte, Iananna, Ischtar, Anat, aber auch Mutter Erde, Gaia und Rhea.

Wie auch in der Mythologie steht Die Herrscherin für die unerschöpfliche Kraft der Natur. Sie ist im Stande, stetig neues Leben hervor zu bringen. Damit steht sie für Fruchtbarkeit, Lebendigkeit, Wachstum sowie die Geburt von allem Neuen. Wie ein Füllhorn ist ihre Quelle unversiegbar. Alles Leben entspringt diesem Potential. Gibt man ihr andere Impulse, lässt sie Neues entstehen. Verlassen wir die Ebene der Natur hin zur seelischen Ebene, so finden wir künstlerische Schaffenskraft, auf der Verstandesebene Ideen- und Erfindungsreichtum. Im Bereich des Bewusstseins kommt es zu Erkenntniszuwachs. Mit Geburt des Neuen ist auch eine stetige Veränderung des Lebens verbunden. Mit der Geburt geht die Notwendigkeit einher, Schmerzen, ohne die keine Geburt verläuft, zu ertragen.

Schauen wir uns die Bedeutung dieser Karte im beruflichen Bereich an, so werden wir feststellen, dass sie für eine Phase steht, in der große Potentiale freigesetzt werden. Sie zeigt also eine Phase an, in der die Kreativität bei Künstlern, Schriftstellern, Musikern und Werbefachleuten erhöht ist, in der es zu neuen, eventuell überraschenden Ideen für Techniker, Ingenieure oder Designer kommen kann. Doch auch der Wunsch nach Veränderung, Neuerungen, Wachstum und verstärkter Lebendigkeit wird durch sie sichtbar. Dies ist selbstverständlich in allen Berufsbereichen eine Option. Dies bedeutet entsprechend aber auch, dass wir uns auf diese Neuerungen einstellen, sie annehmen müssen. Dies können neue Arbeitsbedingungen oder –anweisungen, neue Vorgesetzte, Mitarbeiter oder neue Lehrer sein. Es gibt sehr viele Optionen. Auch ist der vollkommen neue Beginn einer Laufbahn in einem anderen beruflichen Umfeld denkbar. Egal, was neu beginnt, es ist immer mit „Geburtswehen“ behaftet, manchmal auch mit Abschied. Doch wenn diese Überstanden sind, kann die Veränderung, die durch Die Herrscherin angekündigt wurde, als Gewinn verbucht werden.

Neue Einsichten und Erkenntnisse sind durch Die Herrscherin auch im Bereich des Bewusstseins möglich. Doch sind sie nicht immer angenehmen Ursprungs. Denn Neuerungen bedeuten in diesem Fall, dass das Alte zunächst akzeptiert und abgelegt werden muss, um dem Neuen Platz zu machen. Der ständige Fluss des Lebens wird hervorgehoben. Es gibt keine Beständigkeit. Alles muss irgendwann einmal vergehen, um dem Neuen einen Platz in der Welt zu geben. So wird auf der Bewusstseinsebene Der Herrscherin das Mutterbild gegeben: Gebären, sich entwickeln lassen, loslassen, Neues gebären usw. .

Im Bereich der Partnerschaft und persönlichen Beziehungen überwiegt der Aspekt der Lebendigkeit. Es kommt zu Familienzuwachs. Hiermit sind wohl Kinder als auch Tiere gemeint. In den meisten Fällen beruft sich diese Karte auf positive Dinge, Lebendigkeit und erfreuliche Entwicklungen. Des weiteren ist sie ein Ausdruck der mütterlichen Liebe sowie für den Acker, auf dem eine (neue), lebendige Beziehung sich entwickeln, wachsen und gedeihen kann.

Das I-Ging hält mit dem Hexagramm 48 – Dsing – Der Brunnen ein wunderbares Bild bereit.
Denn für gewöhnlich ist auch der Brunnen eine Art Füllhorn, das niemals leer ist. Der Brunnen steht für die unerschöpfliche Möglichkeit der Nahrungsbeschaffung. Nicht nur den Pflanzen gibt es das lebensnotwendige Wasser. Ohne den lebensspendenden Brunnen würde alles Leben auf der Erde verdorren.