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Der Wagen

Der Wagen

Wer einen großen Sprung nach vorn machen möchte, wird sich über die Karte Der Wagen in der Tarotkartenlegung freuen. Wir sind bereit, vertraute Wege zu verlassen, um neue einzuschlagen. Die treibenden Kräfte, um sich zu diesem Schritt zu entscheiden, sind Freiheitsdrang, Ehrgeiz, die Suche nach Shangrila oder auch unser persönliches Geltungsbedürfnis. Der Wagen zeigt einen Aufbruch an, auf den man sich freut, den man nicht abwarten kann, der einen zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Während alle anderen Tarotkarten, die einen Aufbruch signalisieren ihren Schwerpunkt auf dem Abschied, der Trennung, einer gewissen Schwere und Angst haben, so geht es bei dieser Karte um ein forsches Ausschreiten, unverzagt. Unternehmungslust und Risikobereitschaft lassen uns nicht an der Richtigkeit des Aufbruches zweifeln. Sowohl großes Geschick beim Neustart als auch Unerfahrenheit in der neuen Umgebung werden aufgezeigt. Deshalb gilt es, die eigenen Kräfte nicht zu überschätzen, weder zu selbstsicher noch zu euphorisch auf zu treten. Denn eines ist sicher: Auch wenn wir diesen Wandel noch so motiviert angehen, haben wir auf diesem neuen Gebiet noch viel zu lernen. Und das soll man bekanntlich nicht übereilt tun.

Auch im Berufsleben geht es einen großen Schritt vorwärts, wenn Der Wagen in einer Kartenlegung auftaucht. Dies kann auch der gewagte Schritt in eine Selbstständigkeit sein. Definitiv zeigt diese Karte unser Streben nach Erfolg an. Durchsetzungskraft, -bereitschaft, Unverzagtheit und Risikofreude – all dies gehört zu den Fähigkeiten, die wir unter dem Einfluss dieser Karte entwickeln und auch leben. Wer also eine neue Laufbahn, eine Beförderung anstrebt, wer vor den neuen Aufgaben, der steigenden Verantwortung nicht davon läuft, der wird diese Tarotkarte freudig in seiner Legung empfangen. Doch Vorsicht: Bei jedem Gang auf dem Weg des Erfolges kann es passieren, dass die eigenen Ideen mit einem durchgehen. Dies könnte in Rücksichtslosigkeit und Selbstüberschätzung ausarten. Davor sollte jeder, der sich auf den Weg macht, gewappnet sein.

Auf der Ebene des Bewusstseins finden wir ein junges, doch gleichzeitig starkes Selbstbewusstsein vor. Es versucht, sich seinen Weg zu bahnen, durch übernommene Gedanken und Traditionen. Dieses junge Pflänzchen versucht, sich aus den aufgenommen Dingen sein eigenes Weltbild zu schneidern – genau auf das junge Pflänzlein zugeschneidert. Um diesen Schritt zu meistern ist es notwendig, sich, mitunter auch schwierigen, Problemen zu stellen. Innere Widersprüche müssen überwunden werden. Hierzu gehören etwa die Diskrepanz zwischen dem Denken und dem Fühlen, dem Willen und dem Trieb, dem Wunsch und der Wirklichkeit. Kann auch nur ein Teil überwunden werden, so bedeutet dies zunehmende Reife und Stärke, aber auch Verstehen.

Kommt es zu einem leichtfertigen Beginn einer neuen Beziehung, für die wir eine alte recht schnell verlassen haben, so kann man sich fast sicher sein, dass Der Wagen im Spiel ist. Das kann die Ablösung vom Elternhaus genauso sein wie das Ausbrechen aus einer langjährigen Beziehung, die nicht mehr attraktiv genug erscheint. Bevor man jedoch alte Beziehungen zerbricht, sollte man mit Hilfe des Wagens versuchen, neuen Wind den Staub der alten Beziehung weg zu blasen. Manchmal braucht es nur kleine Impulse, um die frühere Harmonie, die frühere Lebenslust wieder erblühen zu lassen.

Das I-Ging hält eine Entsprechung für die Tarotkarte Der Wagen bereit: Hexagramm 4 – Mong – Die Jugendtorheit. Sie wird beschrieben, als unbeschriebenes Blatt, das auf seinem Lehrweg so manche Torheit begeht, weil sie einfach den geraden Weg noch nicht kennt. Doch wie in so vielen Situationen kann man hier sagen: Steter Tropfen höhlt den Stein. Denn je weiter die Jugend schreitet, desto mehr Hindernisse ist sie fähig aus dem Weg zu räumen. So lange, bis sie genau weiß, in welche Richtung der Lebensweg gehen soll.