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Der Hohepriester

5 Der Hohepriester

Die Welt des Glaubens wird durch den Hohepriester vertreten. Aufgrund dieses Glaubens entsteht ein tiefes Vertrauen. Der Herrscher gilt als eine der 3 Schutzkarten im Tarot. Diese können den Verlauf einer Angelegenheit, egal auf welcher Ebene, positiv stimmen. Das tiefe Verständnis zieht viele positiven Eigenschaften nach sich. Sowohl kann unser Selbstvertrauen positiv beeinflusst werden, als auch das Vertrauen im tieferen Sinn zu unserem eigenen Leben kann sich einstellen. Dem folgt das tiefe Vertrauen in die Zukunft, auf den positiven Verlauf aller Angelegenheit, mit denen wir zu tun haben. Ethik und Tugend sowie unsere moralischen Grundwerte werden ebenfalls vom Hohepriester aufgezeigt. Ohne diese Eigenschaften ist seine grundsätzlich positive, schützende Wirkung nicht voll ausschöpfbar.

Befindet sich der Hohepriester in einer Legung im Bereich des Berufslebens, so zeigt er, dass wir uns mit viel mehr auseinander setzen, als mit den allgemeinen Fragen, die den Berufsalltag betreffen. Meist handelt es sich hierbei um Sinnfragen, die Sicherheit, Erfolg, Verdienst und Anerkennung im Beruf nur am Rande streifen. Denn die Karte des Hohepriester steht für den tieferen Sinn des Lebens. Mit seiner Hilfe können wir uns auf die Suche nach erfüllenden Aufgaben, nach wahrer Berufung begeben. Taucht er in Phasen besonderer Verhandlungen auf, macht er uns darauf aufmerksam dass wir unseren moralischen Grundsätzen treu bleiben sollen. Er schützt uns davor, in unsaubere Machenschaften verwickelt zu werden, indem er seine Schutzwirkung einsetzt.

Natürlich besteht auch ein großer Einfluss auf der Ebene des Bewusstseins durch den Hohepriester. Es ist wichtig, seine Glaubensgrundsätze, eine Wertvorstellungen allgemein in Frage zu stellen und eine entsprechende Überprüfung durch zu führen. Wer nun glaubt, dass diese Überprüfung anhand von Tatsachen, Beweisen oder Dokumenten vorgenommen wird, muss enttäuscht werden. Die Art der Prüfung, wie sie durch den Hohepriester durchgeführt wird, ist nicht nach Richtig und Falsch vorzunehmen. Denn die Ebene, auf der dies geschieht, ist die der subjektiven Erfahrungen. Diese lassen sich nicht greifen. Doch diese Karte gibt uns ebenfalls die Möglichkeit, unsere moralische Urteilskraft zu schärfen. Es muss die Grundeinstellung zu den Kriterien „gut und böse“ überprüft werden, damit sich der Betreffende für tiefe, lebensverändernde und religiöse Erfahrungen öffnen kann. Denn nur wer dem Leben und seinen tiefen Grundwerten offen gegenüber steht, hat die Chance tatsächlich und dauerhaft die Werte, die der Hohepriester uns aufzeigt, in sein Leben zu integrieren.

Wurde nach dem Bereich der persönlichen Beziehungen gefragt, so zeigt uns der Hohepriester, dass sich das gegenseitige Vertrauen und die Zuneigung in einer Wachstumsphase befinden. Wir wachsen an unseren Beziehungsidealen. Die moralischen Wert stehen für unser partnerschaftliches Verhalten ebenso wie die persönlichen Tugenden, die jeder von uns mitbringt. Nicht nur die ehepartnerschaftlichen Verbindungen vertiefen sich in dieser Lebensphase. Befindet man sich in einer eher losen Beziehung oder in Status der Verlobung, wird der Wunsch nach einer festen Bindung, also einer Heirat, stärker.

Auch diese Tarotkarte findet ihre Entsprechung im I-Ging. Dieses Mal ist es das Hexagram 45 – Tsui – Die Sammlung. Die Sammlung ist dem Hexagram 8, dem Zusammenhalten, sehr ähnlich. Als Sammlung ist in diesem Zusammenhang ein größerer oder kleinerer Zusammenschluss von Menschen gemeint. Dies kann im Kleinen eine Familie sein, im Größeren eine Stadt. Um eine Sammlung führen zu können, ist es notwendig, dass sich regligiöse bzw. spirituelle Kräfte in den Alltag integrieren lassen. Tiefe Glaubenserkenntnisse können den Zusammenhalt stärken. Erkenntnis auf allen Ebenen sorgt für mehr Zusammenhalt und das Streben nach einem gemeinsamen Ziel.