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Tarot Legesysteme

Wie in jedem Vorhersagesystem gibt es auch im Tarot verschiedene Möglichkeiten, die Karten zu legen. Da sich viele Kartenleger ihr eigenes System erschaffen, nach dem sie die Bedeutung vornehmen, können wir hier nicht alle erfassen. Bei jedem System liegt der Schwerpunkt auf einem anderen Detail.

Das Liebesorakel
Das Kreuz
Der Weg
Das Keltische Kreuz
Das Entscheidungsspiel
Der Blinde Fleck
Das Beziehungsspiel
Das Planspiel

Das Liebesorakel: Wie der Name es bereits sagt, liegt der Schwerpunkt dieses Legesystems auf Fragen, die sich um Liebe, Beziehungen, Partnerschaft drehen. Es wurde entwickelt, um die bestmöglichen Antworten für diese Fragen zu erhalten. Mit der ersten Karte wird die Ausgangssituation beschrieben. Die Karte, die als Zweites gezogen wird, gibt Auskunft über die Beweggründe und den inneren Zustand des Fragenden. Nicht immer sind diese für Aussenstehende sichtbar. Doch gerade deshalb ist es wichtig, sie ans Licht zu bringen. Denn nur was sichtbar ist, kann in Beziehungsfragen auch offen geklärt werden. Mit der dritten Karte wird aufgezeigt, in welchem Verhältnis der Partner / die Partnerin zum Fragesteller steht. Bereits hier kann der professionelle Kartenleger die ersten Tendenzen über den weiteren Verlauf der Kartenlegung erkennen. Der Rat des Tarots wird mit der vierten Karte offenbart.

Ebenfalls ein sehr beliebtes Legungssystem ist das Kreuz. Es wird verwendet, um Klarheit in bestimmte Situationen oder für ein bestimmtes, klar umrissenes Thema zu bringen. Hierfür werden 4 Karten aufgedeckt. Die erste Karte zeigt auf, worum es konkret geht. Sie symbolisiert die Ausgangsposition. Die zweite Karte gibt Auskunft darüber, welche Handlungsweisen von Nöten sind, um den rechten Weg einzuschlagen. Genauso zeigt sie aber auch, was unbedingt vermieden werden sollte. Mit Hilfe der dritten Karte wird verdeutlicht, welcher Weg, welche Handlungsweise in positiver Weise zum Ziel führen. Die Lösung bzw. den konkreten Weg dorthin ist die Aussage der vierten Karte.

Der Blinde Fleck ist ein System, das gerne verwendet wird, wenn der Fragende nicht weiß, an welchem Punkt er sich befindet, was genau er möchte, wohin die Reise gehen soll. Genau genommen ist dieses System auf alle Lebensbereiche anzuwenden. Die Verwirrung soll mit Hilfe von 4 Karten gelöst werden. Mit der ersten Karte wird festgestellt, wie man sich selber wahrnimmt. Gleich die Zweite ist in der Lage, den Blinden Fleck zu zeigen. Denn sie offenbart nur das, was andere in einem sehen. Von der dritten Karte erhalten wir Antworten über das, was wir vor anderen verborgen halten, was nur wir sehen können. Die vierte Karte jedoch enthüllt das Geheimnis, welche Fähigkeiten, welche Seiten wir noch bereit halten, allerdings ohne dass andere oder wir selbst sie sehen können.

Dies war nur ein kurzer Einblick in die verschiedenen Legesysteme. Man muss sich bewusst machen, dass es neben dem Rider-Waite Kartensystem noch diverse andere gibt. Auch sie werden für die oben genannten Legesysteme verwendet. Aufgrund ihrer Eigenheiten fallen die Antworten eventuell recht unterschiedlich aus. Es ist eine persönliche Entscheidung, welches Legesystem und welches Kartendeck man für sich in Anspruch nehmen möchte. Hat man mit einem erst einmal gute Erfahrungen gemacht, wird man sicherlich dabei bleiben.

Neben den oben genannten Legesysteme gibt es, die für Laien geeignet sind. Auch die Kartenleger erarbeiten sich meist über die Jahre hinweg ihre eigenen Systeme. Schließlich hat die Tarotlegung nicht nur mit dem Auslegen verschiedener Karten zu tun. Bereits beim Mischen der Karten und bei der Auswahl fließen unbewusste Informationen hinzu, die der Kartenleger später bei der Deutung ins Spiel bringt. Diese intuitiv genutzten Dinge kann jeder nur für sich selbst erarbeiten. So unterschiedlich die Wege auch sind, mit denen die Karten gelegt und gedeutet werden: Sie alle haben ihre Berechtigung und sind seit langer Zeit erprobt!